🌬️ Es klingt paradox: Um Ihre Zellen besser mit Sauerstoff zu versorgen, müssen Sie lernen, weniger Luft einzuatmen. Die von Prof. Konstantin Buteyko entwickelte Methode ist der „Goldstandard“ bei Asthma, chronischer Hyperventilation und innerer Unruhe.
Das Ziel ist nicht das tiefe Luftholen, sondern die „Reduzierte Atmung“. Indem Sie das Atemvolumen sanft verringern, normalisieren Sie den CO₂-Spiegel im Blut. Das Ergebnis: Ihre Blutgefäße weiten sich, die Nase wird frei und Ihre Bronchien entspannen sich.
So einfach geht’s (Die Ausführung)
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für diese Übung zur „Reduzierten Atmung“:
- Vorbereitung: Setzen Sie sich aufrecht und entspannt hin. Entspannen Sie ganz bewusst Ihre Schultern und Ihren Bauch.
- Nasenatmung: Schließen Sie den Mund. Ab jetzt fließt der Atem ausschließlich durch die Nase – sanft und leise.
- Beobachtung: Spüren Sie den kühlen Luftstrom beim Einatmen und den warmen beim Ausatmen an der Nasenspitze.
- Die Reduktion („Die Feder“): Beginnen Sie nun, Ihre Atemzüge ganz sanft zu verkleinern. Stellen Sie sich vor, eine feine Feder liegt unter Ihrer Nase, die sich durch Ihren Atem nicht bewegen darf.
- Der Lufthunger: Reduzieren Sie den Atem so weit, bis Sie einen leichten, tolerierbaren Lufthunger verspüren. Halten Sie diesen Zustand für 3 bis 5 Minuten aus, ohne tief einzuatmen.
Was die Buteyko-Atmung für Sie tun kann (Wirkung)
- Erweiterung der Atemwege: Durch den Anstieg von CO₂ entspannen sich die glatten Muskeln der Bronchien (Bronchodilatation).
- Bessere Durchblutung: Da sich die Gefäße weiten, werden oft kalte Hände und Füße schon nach wenigen Minuten warm.
- Beruhigung des Geistes: Das bewusste Reduzieren wirkt wie ein „Not-Aus-Schalter“ für Angstzustände und Panik.
Die Wissenschaftliche Perspektive (YBT®)
In der Atemphysiologie ist Kohlendioxid (CO₂) kein Abfallprodukt, sondern der wichtigste Regulator für unsere Gefäßweite.
Der Bohr-Effekt: Sauerstoff wird von den roten Blutkörperchen nur dann effizient an die Zellen abgegeben, wenn genug CO₂ im Blut vorhanden ist. Zu viel Atmen verhindert dies.
Chemorezeptoren-Training: Chronischer Stress verstellt unser „Atemzentrum“ im Hirnstamm auf Überatmung. Buteyko „eicht“ diese Sensoren wieder auf ein gesundes Level.
Wann ist diese Übung besonders wichtig? Besonders effektiv ist die Methode bei Stress, Mundatmung, asthmatischen Beschwerden oder Schnarchen. Sie dient der Regulation und ersetzt keine ärztliche Therapie.
📚 Buchempfehlung: Weitere Hintergründe zur Atmung und Energie finden Sie in unseren Büchern, z. B. „Das Anahata Chakra – Weisheit für das Herz“ von Thomas Wache und Dr. med. Gertrud Wache. Sie finden es unter „Publikationen“.
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Namasté, Ihr Thomas inRelax® – Yoga in Krefeld