Traumasensibles Yoga

Traumasensibles Yoga ist ein körperorientierter Ansatz, der auf dem klassischen Hatha Yoga basiert. Die besondere Chance liegt in der Stabilisierung, der Anregung von Selbstwirksamkeit und der Harmonisierung des psycho-vegetativen Systems.

Welchen Beitrag kann traumasensibles Yoga, zur Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen, leisten? Die Verbindung des Bewusstseins mit den körpereigenen Ressourcen ermöglicht grundlegende stabilisierende Erfahrungen. Aufbauend auf ein achtsames Üben ist die persönliche Erfahrung und gegebenenfalls Mitteilung von Körpersensationen integrativer Bestandteil der Yogastunden. Die Wechselwirkungen von Bewegung, Atem und Bewusstsein werden erforscht, besprochen und während der Praxis erfahrbar.

Unter der besonderen Berücksichtigung der Auswirkungen von Trauma werden spezielle Pranayama Techniken, Asanas und Yoga Sequenzen vermittelt. Des weiteren werden Stabilisierungs-, Zentrierungs- und Erdungsübungen, die ein hohes Erregungsniveau wieder auf ein gesundes Maß reduzieren können, vorgestellt und erprobt. Außerdem wird im traumasensiblem Yoga auf die feinstoffliche Ebene eingegangen, so dass die eigenen Energieströme besser wahrgenommen werden können. Hierzu werden insbesondere die folgenden Schritte nach Patanjali eingesetzt.

  • Asanas (Yoga Positionen)
  • Pranayama (Atemübungen)
  • Pratyahara (Rückzug der Sinne, Tiefenentspannung, Yoga Nidra)
  • Dharana (Konzentration)
  • Dhyana (Meditation)

Der Bezug dieser einzelnen Schritte nach Patanjali zu sich selbst wird aufgezeigt und kann erfahren werden.

Eine Gegenüberstellung von Trauma und Yoga

Trauma verflacht den Atem Yoga vertieft den Atem
Trauma bindet an die Vergangenheit Yoga bindet in der Gegenwart
Trauma verletzt Grenzen Yoga hilft Grenzen wahrzunehmen
Trauma führt zu Sinnverlust Yoga bietet Sinn und Orientierung
Trauma löst Ohnmachtsgefühle aus Yoga lenkt die Aufmerksamkeit auf die eigenen Ressourcen
Trauma trennt Denken und Fühlen Yoga verbindet Körper und Gefühl
Trauma führt zu Kontrollverlust Yoga gibt Kontrolle. Durch das Wahrnehmen der Wirkung einer Übung und das Stärken der körperlichen Handlungskompetenzen hilft Yoga wieder Kontrolle zu gewinnen
Trauma zerstört den natürlichen Rhythmus und Energiefluss Yoga unterstützt den eigenen Rhythmus, harmonisiert und fördert den Energiefluss
Trauma schränkt die Aktivitäten im Bereich des präfrontalen Kortex ein Yoga und Meditation lässt die grauen Zellen im Bereich des präfrontalen Kortex um 5-10% wachsen
Trauma schädigt die Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems Yoga verändert die vegetativen Funktionen (Blutdruck, Puls, Atmung), die Hirnfunktionen (elektrische Aktivität und Hirndurchblutung) und immunologische Reaktionen positiv
Trauma löst Einsamkeits- und Verlassenheitsgefühle aus Yoga vermittelt das Gefühl der Verbundenheit (zum Selbst, zur Gemeinschaft, zu Gott)
Trauma schränkt die Herzfrequenz Variabilität ein Yoga erweitert die Herzfrequenz Variabilität
Trauma führt zum Verlust der Spürfähigkeit Yoga führt zum Wiedergewinn der Spürfähigkeit
Trauma (Stress) aktiviert Stresshormone (Cortison, Adrenalin, Noradrenalin) Yoga aktiviert Glückshormone wie Dopamin und körpereigene Opiate, Endocannabinoide

 

Im inRelax wird traumasensibles Yoga nach individueller Absprache in Einzelstunden angeboten.

 

Berufsverband der Yoga Vidya Gesundheitsberater, Kursleiter und Therapeuten e.V. und Berufsverband für ganzheitliche Massagen

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 inRelax, das Yoga & Shiatsu Studio in Espelkamp. Im Alt-Kreis Minden-Lübbecke zwischen Rahden, Hille, Levern und Lübbecke gelegen.