Kundalini Yoga

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga  ist eine Form des Yoga, die von dem Sikh Yogi Bhajan gelehrt wurde. Im Gegensatz zum Hatha Yoga sind die Übungen oft dynamische Bewegungsabläufe, aber auch dem Hatha Yoga verwandte Asanas. Die Meditation legt den Fokus auf Mantren, die aus dem Sikhismus stammen und sich auf den Guru Granth Sahib beziehen oder direkt daraus übernommen wurden, es gibt jedoch auch andere Meditationen. Auch Mudras, Pranayama, innere Konzentrationspunkte und Bandhas werden verwendet. Typisch für diese Form des Yoga ist die häufige Praxis des Feueratems. Eine Übungsreihe wird als Kriya bezeichnet. Die Praxis dieser Yogaform hängt nicht von einer bestimmten Religion ab, ist aber von den Lehren des Sikhismus geprägt.

Im inRelax werden einzelne Übungen aus dem Kundalini Yoga und Atemtechniken in die Yogastunden mit einbezogen.

Kundalini Yoga und die Chakren.

"Mit Chakra (Sanskrit, m., चक्र, cakra, [ʧʌkɽʌ], wörtl: Rad, Diskus, Kreis) werden in traditionellen südasiatischen Konzepten aus dem tantrischen Hinduismus, dem tantrisch-buddhistischen Vajrayana und dem Yoga sowie davon abgeleitet in einigen neuzeitlichen europäischen und nordamerikanischen esoterischen Lehren subtile Energiezentren zwischen dem materiellen Körper und dem subtilen Körper (vgl. Astralleib) des Menschen bezeichnet. Diese werden als durch subtile Energiekanäle verbunden vorgestellt. Alte indische und tibetische Texte sprechen von 72.000 bis 350.000 Energiekanälen im Körper. In der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gibt es teilweise ähnliche Vorstellungen mit einer eigenen Terminologie.

Sieben solcher Chakren werden als Hauptenergiezentren des Menschen angesehen und befinden sich nach der Chakrenlehre entlang der Wirbelsäule bzw. in der senkrechten Mittelachse des Körpers. Diese werden durch den angenommenen Energiekanal (als Sushumna oder Haralinie bezeichnet) verbunden, durch den auch die Kundalini-Kraft aufsteigt. Verschiedene Lehren und Schulen variieren in ihren Auffassungen bezüglich Details wie Anzahl und genauer Lokalisation der Chakren. Darüber hinaus existieren Chakren als Energiezentren nicht nur im Rahmen unseres physischen Körpers, sondern auch außerhalb, jedoch fast durchgehend entlang der Sushumna zwischen Himmel und Erde verteilt."

Quelle: Wikipedia

 

Eine Reise durch die 7 Hauptchakren.

Muladhara Chakra

Das Muladhara Chakra (Sanskrit=Wurzelstütze; Deutsch=Wurzel- oder Basischakra), befindet sich am Fuß der Wirbelsäule zwischen Anus, Genitalien und Steißbein. Es ist die Basis des gesamten Chakra Systems und steht für den Kontakt zum Körper, zur materiellen Existenz und zu Mutter Erde, der Quelle allen Seins. Durch die Verbindung zum Element Erde hat es die dichteste Schwingungsenergie aller Chakras. Das Wurzelchakra bestimmt die tiefen inneren Überlebensmuster des Menschen, seine grundlegenden Motivationen und unbewussten Gewohnheiten. Es steht auch auf der psychischen Ebene für Verwurzelung, frühe Erfahrung und ursprüngliche Zugehörigkeit. Es bedeutet Heimat, die Fähigkeit, sich in sich und mit sich selbst zu Hause zu fühlen.

Störungen des Wurzelchakras entstehen häufig durch Schwierigkeiten und Belastungen, denen der junge Mensch in seinen ersten drei bis fünf Lebensjahren ausgesetzt ist, wenn er keine ausreichende Sicherheit und Geborgenheit erfährt. In späteren Jahren wird das Wurzelchakra hauptsächlich gestört durch Erfahrungen körperlicher Gewalt, Existenzängste, gesellschaftliche Ängste und eine fehlende höhere Berufung und Verbindung zur eigenen Seele.

Ein Mensch mit geöffnetem Wurzelchakra lebt aus einem Gefühl von Sicherheit, Stabilität und Urvertrauen. Er hat eine innere Stabilität und Sicherheit entwickelt, die unabhängig ist von wechselhaften und unsicheren äußeren Umständen. Er ist in seinem Körper auf diesem Planeten zuhause, steht mit „beiden Beinen im Leben“ und strahlt eine lebensbejahende innere Haltung aus.

Das Muladhara Chakra und seine Zuordnungen.

  • Symbol = Vierblättriger Lotus
  • Sitz = unteres Ende der Wirbelsäule
  • Farbe = Rot
  • Element = Erde
  • Gottheit = Brahma
  • Mantra = LAM
  • Tier = Elefant
  • Sinneswahrnehmung = Geruch
  • Hormone = Adrenalin, Noradrenalin, Aldosteron
  • Motivation = Essen, Trinken, Schlafen, Selbsterhaltung
  • Qualitäten = Lebenswille, Instinkte, Urvertrauen, Stabilität, Durchsetzungsfähigkeit, Beständigkeit, Ruhe, Ausdauer, Gleichgewicht, Realitätssinn
  • Blockierende Ängste = Angst vor Veränderung, Überlebensangst, Angst durch mangelnde Zugehörigkeit zu einer Familie
  • Meridiane = Primär: Niere und Blasen / Sekundär: Dünndarm, Leber, Dreifacher Erwärmer
  • Unterstützende Edelsteine = roter Achat, Rubin, Blutjaspis, Granat, rote Koralle, schwarzer Turmalin
  • Unterstützende Aromen = Nelke, Rosmarin, Ingwer, Zypresse, Kampher, Weihrauch, Myrrhe, Zeder
  • Unterstützende Räucherstoffe = Narde, Moschuc, Sandelholz, Aloeholz, Eichenmoos, Nelke, Patchouli, Copal
  • Unterstützende Nahrung = Erdende Wurzelgemüse wie Karotten, Rote Beete, Kartoffeln, Pastinaken, Rettich, Radischen, Rüben und Kohlrabi; Hülsenfrüchte Nüsse, Kürbiskerne Pinienkerne, Sesam, Sonnenblumensamen und entsprechende Öle
  • Yogaübungen = Standhaltungen wie Vrkshasana, Trikonasana, Uttanasana, Virabhadrasana, Natarajasana und Paschimottanasana, Matsyendrasana

 

 

Svadhisthana Chakra

Das Svadhisthana Chakra (Sanskrit=Süße, Liebliche; Deutsch=Sakral- oder Sexualchakra) sitzt im Bereich der unteren Wirbelsäule und der Geschlechtsorgane. Es steht für die schöpferische Lebenskraft, die sich in Kreativität und Sexualität ausdrückt. Die meisten Quellen bezeichnen das Wurzelchakra als Sitz der Kundalini Energie, Kundalini Shakti. Einige Interpretationen hingegen ordnen die weibliche Shakti Energie (die große Mutter und Schöpferin) dem Sakralchakra als eigenständige Energieform zu. Demnach gelangt der weibliche Aspekt der Kundalini Energie im zweiten Chakra zur Entfaltung. Durch sie manifestiert sich die kreative Kraft des Kosmos in Fortpflanzung und Geburt.

Eine Blockade des Sakralchakras entsteht oft schon in der Kindheit, wenn der ursprüngliche Selbstausdruck und das Ausleben authentischer Bedürfnisse zu einem negativen Feedback aus der Umwelt und schmerzlichen Erfahrungen führen. Häufige Ursachen für eine Störung im Sakralchakra wären fehlende Zuneigung, Unterdrückung des emotionalen Ausdrucks, überwältigende emotionale Erlebnisse, zu wenig oder gar keine körperliche Nähe und Zärtlichkeitsaustausch bis hin zu schwerwiegenden Traumata wie sexuellem Missbrauch.

Menschen, deren Sakralchakra voll geöffnet ist, haben eine leidenschaftliche Liebe für das Lebendigsein. Sie lieben es, ihre Lebendigkeit zu spüren und auszudrücken. Sie sind ein Kanal für die freudige und sinnliche kreative Energie des Lebens. Sie nehmen Teil am kreativen Spiel der Lebensenergie. Ihre grundlegende Erfahrung des Lebens ist eine vibrierende Freude und ursprüngliche Leidenschaft. Sie fühlen und leben ihre Emotionen in vollem Vertrauen. Sie stehen mitten im Lebensstrom und sind ganz hier.

Das Svadhisthana Chakra und seine Zuordnungen.

  • Symbol = Sechsblättriger Lotus
  • Sitz = Kreuzbein
  • Farbe = Orange
  • Element = Wasser
  • Gottheit = Vishnu
  • Mantra = VAM
  • Tier = Krokodil
  • Sinneswahrnehmung = Geschmack
  • Hormone = Östrogene, Testosteron, Progesteron
  • Motivation = Sexualität, Familie, Arterhaltung
  • Qualitäten = Sexualität, Gefühle, Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Hingabe, Schöpferische Kraft, Sinnlichkeit, Intuition
  • Blockierende Ängste = Scham, Schuld, Angst sich emotional und kreativ auszudrücken
  • Meridiane = Primär: Niere, Blase / Sekundär: Dünndarm, Leber, Dreifacher Erwärmer
  • Unterstützende Edelsteine = oranger Beryll, oranger Jaspis, Karneol, Citrin
  • Unterstützende Aromen = Ylang Ylang, Sandelholz, Myrrhe, Bitterorange, Pfeffer, Vanille, Orange
  • Unterstützende Räucherstoffe = Vanille, Tolu, Rosenholz, Angelikawurzel, Myrrhe, Sandelholz, Drachenblut, Weihrauch
  • Unterstützende Nahrung = Süße Äpfel, Birne, Pfirsich, Aprikose, Melone, Mango, Orange, Granatapfel, Erdbeeren, Weintrauben und Ananas; Kresse, Spinat, Tomaten, Gurke, Radicchio, Grüner Salat und Brennnessel; Wasser, Fruchtsaft, Tee aus Brombeerblättern, Himbeerblättern, Birke und Löwenzahn
  • Yogaübungen = Baddha Konasana, Paschimottanasana, Übungen die auf den Beckenraum, Kreuzbeinbereich, Hüftgelenke und Lendenwirbelbereich wirken, Ustrasana, Sethu Bandhasana, Kurmasana, Matsyendrasana

 

 

Manipura Chakra

Das Manipura Chakra (Sanskrit=Leuchtendes Juwel; Deutsch=Nabel- oder Solarplexuschakra) ist der Nabelpunkt, nach manchen Quellen auch der Bauchbereich bis auf die Höhe des Sonnengeflechts unterhalb der Rippenbögen. Es ist der Ort der "verborgenen Schätze", der Mittelpunkt von Tatkraft und Lebendigkeit. Das Nabelchakra ist der zentrale Punkt für die Aufnahme, Umwandlung und Verteilung von Energie. Nach dem Verständnis des Yoga nehmen hier 72000 Nadis ihren Anfang, die sich in den gesamten Körper verteilen. Im Nabelchakra treffen die Lebensenergie Prana und die Ausscheidungsenergie Apana zusammen. Dadurch wird ein Druck erzeugt, der die Kundalini Energie im Wurzelchakra aktiviert und anregt nach oben zu fließen. Ist das Nabelzentrum kontrahiert, bleibt die Energie blockiert.

Das dritte Chakra ist der Speicher der verfügbaren Kraft des Menschen, die jederzeit genutzt werden kann, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Es bestimmt das Gefühl psychischer Ausgeglichenheit und Zentriertheit. Die zentrale Stellung des Nabelchakra im Energiesystem verleiht den Übungen eine besonders intensive Wirkung auf Körper und Persönlichkeit und intensiviert die Meditation. Häufig ermöglicht die Arbeit am dritten Chakra das Weiterkommen in der persönlichen Entwicklung genau dort, wo andere therapeutische Maßnahmen nicht weiterhelfen.

Das Solarplexuschakra ist für die emotional-mentale Verarbeitung von Erfahrungen zuständig. Werden wir von negativen Gedanken oder mentalen Energien überwältigt, oder wurde unser Gefühl für unsere Wirkungsmacht, unseren Wert als Person, unsere Fähigkeiten und unser Selbstwertgefühl nicht gefördert, kann es zu einer Blockade im Solarplexuschakra kommen. Besonders Überforderungen durch Erlebnisse, die wir nicht verdauen können, die Angst zu Versagen und die Angst vor Liebesentzug und Kritik führen oft zu Blockaden in diesem Chakra. Auch psychische Angriffe durch mentale Projektionen und mentale Beeinflussung richten sich gegen dieses Chakra. Das Solarplexuschakra wird auch oft aktiv, wenn eines der anderen Chakren überlastet ist.

Ein Mensch, dessen Solarplexuschakra vollständig geöffnet ist, ist eine erwachsene Persönlichkeit. Er hat die Erfahrungen seines Lebens, das “innere Kind” und den “inneren Teenager” integriert und lebt in einer gesunden Abgrenzung zu seiner Umwelt. Er hat ein gesundes Selbstwertgefühl, weiß um seine Stärken und Schwächen, ist fähig zur Selbstreflexion und Selbstdisziplin. Er ist sich der einschränkenden und unterbewussten Natur von Überzeugungen und Denkmustern bewusst und lebt als reifer Mensch und hat gelernt, sich seine eigene Meinung zu bilden und zu vertreten, auch wenn er damit vielleicht alleine dasteht. Er liebt Herausforderungen und kann seine Ziele auch trotz Widerständen und Hindernissen verwirklichen. Er hat realistische Vorstellungen über seine Fähigkeiten und seine Wirkungsmacht und ihm gelingt eine harmonische Verbindung von Intellekt und Emotionen. Selten wird er von seinen Gefühlen überrollt oder geht in ihnen verloren, weil ihm eine bereichernde Reflexion derselben möglich ist. Von seinen Mitmenschen wird er als in seiner Mitte ruhend und nervenstark wahrgenommen.

Das Manipura Chakra und seine Zuordnungen.

  • Symbol = Zehnblättriger Lotus
  • Sitz = Lendenwirbelsäule
  • Farbe = Gelb
  • Element = Feuer
  • Gottheit = Rudra
  • Mantra = RAM
  • Tier = Widder
  • Sinneswahrnehmung = Sehen
  • Hormone = Insulin, Glucagon
  • Motivation = Selbstausdruck, Macht, Ansehen
  • Qualitäten = Willenskraft, Selbstvertrauen, Selbstkontrolle, Selbstverantwortung, Bauchgefühl und Intuition, Verantwortung, Grenzsetzung, Tatkraft
  • Blockierende Ängste = Angst die Kontrolle zu verlieren, Angst vor Kritik und Versagen
  • Meridiane = Primär: Magen, Milz, Leber, Gallenblase / Sekundär: Dickdarm, Dünndarm
  • Unterstützende Edelsteine = Bernstein, Citrin, Tigerauge, Topas, gelber Turmalin
  • Unterstützende Aromen = Kamille, Zitrone, Anis, Grapefruit, Fenchel
  • Unterstützende Räucherstoffe = Benzoe, Nelke, Rosmarin, Cistrose, Kamille, Weihrauch, Melisse, Sandelholz, Zimt
  • Unterstützende Nahrung = Wärmende Gewürze wie Schwarzer Pfeffer, Chilli, Ingwer, Zimt, Nelken und Piment; Saaten zur Kühlung übermäßigen Feuers wie Fenchel, Anis, Kümmel, Leinsamen und Sonnenblumenkerne; Buchweizen, Mais, Hafer, Hirse, Weizen und Dinkel; Zimttee und Ingwerwasser
  • Yogaübungen = Navasana, Pavanamuktasana, Parivritta Trikonasana, Parivritta Virabhadrasana, Paschimottanasana, Matsyendrasana

 

 

Anahata Chakra

Das Anahata Chakra (Sanskrit=Unbeschädigte; Deutsch=Herzchakra) befindet sich in der Mitte der Brust, am Brustbein auf der Höhe der Brustwarzen. Es ist die Verbindung der drei unteren Chakras, die die Instinkte regulieren, mit den höheren Energien des Geistes und des menschlichen Bewußtseins. Das Herz Chakra ist das Zentrum der emotionalen Wahrnehmung. Wenn die Energie im Nabelchakra und im ganzen "unteren Dreieck" ausgeglichen ist, wird man nicht von seinen Leidenschaften beherrscht und findet eine ehrliche Beziehung zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen. Sinne und Instinkte können ausgelebt werden, ohne die Kontrolle darüber zu verlieren. Man wird sich seiner wahren Gefühle und Bedürfnisse bewußt und läßt Liebe und echte Menschlichkeit zu, ist fähig zu Neutralität und Gelassenheit, zu freier Entscheidung, Verantwortung und Verpflichtung.

Das Herzchakra verarbeitet unsere Erfahrungen der Liebe in all ihren Formen.  Verlust, Ablehnung, Verrat, Trauer, Liebeskummer, Trennung und Scheidung sind Beispiele, die tiefe Verletzungen und Blockaden des Herzchakras hinterlassen können, wenn sie nicht verarbeitet werden konnten. Diese Dinge folgen meist aus abhängiger Liebe und Bedürftigkeit und dem Gefühl verlassen, betrogen oder ungeliebt zu sein. Aber auch Dinge, die wir anderen Menschen angetan haben, können die Seele so sehr belasten, dass wir glauben, uns selbst nicht vergeben und lieben zu können, was die Verbindung zu unserem Herzen unterbricht.

Ein Mensch mit geöffnetem Herzchakra hat in sich selbst die Quelle der Liebe erkannt und lebt und liebt sich darum bedingungslos. Er folgt den feinen Empfindungen und Gefühlen seines Herzens und lässt sich von ihnen führen. Er fühlt die Einheit allen Lebens und empfindet darum bedingungslose, hingebungsvolle Liebe und Akzeptanz für andere Lebewesen. Seine Liebe ist ein Geschenk ohne Erwartungen, ohne Bedürftigkeit. Er kann sich in das innere Wesen eines anderen einfühlen, er fühlt die Seele jenseits der Persönlichkeit und die Liebe dieser Verbindung.

Das Anahata Chakra und seine Zuordnungen.

  • Symbol = Zwölfblättriger Lotus
  • Sitz = Brustwirbelsäule
  • Farbe = Grün
  • Element = Wind
  • Gottheit = Isha
  • Mantra = YAM
  • Tier = Antilope
  • Sinneswahrnehmung = Tastsinn
  • Hormone = Thymosin
  • Motivation = Dienen, reine Liebe, Vision Gottes
  • Qualitäten = Beziehung, Liebe, Mitgefühl, Heilung, Offenheit, Anpassungsfähigkeit, Toleranz, Weite, Herzensfreude, Feingefühl
  • Blockierende Ängste = Trauer, Angst sich zu öffnen, Angst vor Verletzlichkeit
  • Meridiane = Primär: Herz, Dünndarm / Sekundär: Perikard
  • Unterstützende Edelsteine = Malachit, Smaragd, Aventurin, Chrysokoll, Jade, Moosachat, Olivin, Turmalin, rosa Koralle, Rhodonit, Rhodochrosit, Rosenquarz
  • Unterstützende Aromen = Rose, Jasmin, Kardamom
  • Unterstützende Räucherstoffe = Kardamom, Süßgras, Beifuß
  • Unterstützende Nahrung = Reis, gedünstete Gemüse, Sprossen und Keime, Salate, Obst, Basilikum, Koriander-Grün, Majoran, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Blüten Tees wie Kamille und Lavendel, Lotus Samen, Nüsse
  • Yogaübungen = Rückbeugen, Drehungen, Übungen für Schultern und Brustwirbelsäule, Matsyasana, Dhanurasana, Ustrasana, Kapotasana, Halasana, Bhujangasana

 

 

Visuddha Chakra

Das Visuddha Chakra (Sanskrit=Reinigende; Deutsch=Hals- oder Kehlchakra) befindet sich im Hals auf Höhe der Kehle. Es ist das Chakra der Transformation, Mittler zwischen innerer und äußerer Welt, zwischen Kopf und Bauch, Geist und Körper, Denken und Fühlen. Es ermöglicht den Schritt aus dem Bekannten ins Unbekannte, das Loslassen von Überholtem und die Begrüßung des Neuen.

Ein starkes Kehlchakra ist zentral für das Grundgefühl, akzeptiert zu sein. Man nimmt im Leben den Raum ein, der einem zusteht, fühlt sich nicht fremd, sondern im Zentrum des Geschehens und kann unabhängig von der Meinung und der Bestätigung anderer handeln.

Bei Menschen mit einem blockierten Halschakra ist der Selbstausdruck und die Kommunikation mit der Umwelt gestört. Weder ist es ihnen möglich, Bedürfnisse, Wünsche, Meinung, Ideen und Vorstellungen zu kommunizieren, noch sind sie in der Lage, anderen zuzuhören. Oft steckt dahinter die Angst, sich zu zeigen.

Menschen, deren Halschakra geöffnet ist, sind in der Lage sich selbst und ihre Wahrheit frei auszudrücken. Sie können ihre Empfindungen, Gedanken und Haltungen offen zeigen und ausdrücken, in der vollen Akzeptanz ihrer eignen Schwächen. Sie sind besonders gute Zuhörer, da sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere aus der höheren Perspektive verstehen können. Auch können sie gut improvisieren und sind offen für jegliche Art von Inspiration.

Das Visuddha Chakra und seine Zuordnungen.

  • Symbol = 16-blättriger Lotus
  • Sitz = Halswirbelsäule
  • Farbe = Blau
  • Element = Äther
  • Gottheit = Sadashiva
  • Mantra = HAM
  • Tier = Elefant
  • Sinneswahrnehmung = Hören
  • Hormone = Thyroxin
  • Qualitäten = Einzigartigkeit und Individualität, Selbstausdruck, Kommunikation
  • Blockierende Ängste = Angst sich auszudrücken, Angst vor Konfrontation, Angst sich zu verpflichten
  • Meridiane = Primär: Lunge, Dickdarm / Sekundär: Perikard
  • Unterstützende Edelsteine = Aqamarin, Chalzedon, Coelestin, Chrysokoll, Opal, Türkis, blauer Topas
  • Unterstützende Aromen = Eukalyptus, Kampfer, Pfefferminze, römische Kamille, Manuka
  • Unterstützende Räucherstoffe = Salbei, Lavendel, Lorbeer, Sandelholz, Eukalyptus, Weihrauch
  • Unterstützende Nahrung = Fruchtsäfte, Honig, Agarvendicksaft, Wegerichsamen, Hagebutten, Brennnesselsamen, Leinsaat
  • Yogaübungen = Setu Bandhasana, Sarvangasana, Halasana, Ustrasana, Shalabhasana, Bhujangasana, Dhanurasana

 

 

Ajna Chakra

Das Ajna Chakra (Sanskrit=Wahrnehmende; Deutsch=Stirnchakra oder Drittes Auge) befindet sich zwischen den Augenbrauen und der Nasenwurzel. Es ist der Sitz des Geistes und steht für Intuition und tiefe innere Einsicht. Der Geist ermöglicht es, vielfältige Informationen und Sinneseindrücke zu verarbeiten, um zu einem Verständnis der Wirklichkeit zu gelangen. Er befähigt zu intellektueller Neugier, Freude am Denken, Einfallsreichtum und Phantasie, Vernunft und Urteilskraft. Ein klarer Geist ist die Grundlage für die Fähigkeit, sich selbst und andere zu verstehen, für Perspektivwechsel und das "Sich in andere hinein Versetzen".

Eine ausgeglichene Energie im sechsten Chakra gibt die Fähigkeit zu innerer Klarheit und geistiger Freiheit. Ein ruhiger und zentrierter Geist übernimmt die Verantwortung für gedankliche Projektionen und setzt die Vorstellungskraft gezielt ein. Wer sich Mechanismen und unbewusste Leitsätze, mit denen er die Wirklichkeit strukturiert, vergegenwärtigt, kann die eigenen Konditionierungen neu programmieren; Techniken wie Visualisierungen und das "positive Denken" sind dazu besonders effektiv.

Insbesondere in unserer westlichen Welt liegt der Schwerpunkt auf einer materiellen Sicht des Lebens, die wenig Raum für ein Erleben jenseits der physischen Realität lässt. Die Entwicklung der Intuition spielt in der westlichen Erziehung kaum eine Rolle, wie jede Fähigkeit braucht jedoch auch die Intuition Übung, um feiner und genauer zu werden.

Erwachsene, deren Stirnchakra zumindest aktiviert ist, haben eine ausgeprägte Phantasie, sie können Dinge hervorragend visualisieren, ihnen begegnen Ideen als Bilder in ihrem Inneren. Sie lassen mehr und mehr die Begrenzung ihres Alltagsbewusstseins fallen und lassen sich zunehmend von der universellen Weisheit und ihrer eignen Intuition führen, für die sie immer sensibler werden.

Das Ajna Chakra und seine Zuordnungen.

  • Symbol = 96-blättriger Lotus (zweimal 48 Blätter)
  • Sitz = Mitte des Kopfes
  • Farbe = Dunkelblau
  • Element = Geist
  • Gottheit = Sambhu
  • Mantra = KSHAM
  • Sinneswahrnehmung = Denken
  • Hormone = Vasopressin, Pituitrin
  • Motivation = Selbstverwirklichung
  • Qualitäten = Wahrnehmung, Intuition, Erkenntnis, Willenskraft, Hellsichtigkeit, Intellekt, alle geistigen Kräfte
  • Blockierende Ängste =Angst das "Warum" nicht zu verstehen, Angst nach Innen zu schauen
  • Meridiane = Primär: Governeurgefäß (Lenkergefäß), Dienergefäß / Sekundär: Blase, Dünndarm
  • Unterstützende Edelsteine = Amethyst, Iolit, Saphir
  • Unterstützende Aromen = Jasmin, Minze, Zitronengras, Veilchen, Weihrauch, Basilikum
  • Unterstützende Räucherstoffe =Aloeholz, Basilikum, Jasmin, Rosmarin, Weihrauch, Wacholder, Sandelholz
  • Unterstützende Nahrung = Spirituell motiviertes Fasten, Wasserfasten, Teefasten, Gemüsebrühefasten
  • Yogaübungen = Alle Umkehrhaltungen, Adho Mukha Svanasana, Padahastasana, Sirsasana, Sarvangasana, Navasana, Bhujangasana, Matsyendrasana

 

 

Sahasrara Chakra

Das Sahasrara Chakra (Sanskrit=Tausendfache; Deutsch=Kronen- oder Scheitelchakra) ist helles Licht, in ihm sind die sieben Farben des Regenbogens im Weiß vereint. Das Kronenchakra liegt am Scheitelpunkt, dem höchsten Punkt des Kopfes. Nach dem Verständnis des Yoga ist es der Sitz der Seele, wo sich die Verbindung zwischen individuellem und kosmischem Bewusstsein vollzieht. Der Mikrokosmos der persönlichen Existenz und der Makrokosmos synchronisieren ihre Schwingungen. In der Verschmelzung des individuellen Energiefeldes mit der schöpferischen Kraft des Universums lösen sich die Begrenzungen des Ich auf, Weite und Unbegrenztheit werden erfahrbar, die Person ist in der "großen Seele" aufgehoben.

Im Kronenchakra findet die Begegnung mit der Unendlichkeit und die unmittelbare Erfahrung der Transzendenz statt. Das "Tor zum Himmel" öffnet sich, und die menschliche Seele kehrt zurück in das verlorene Paradies, in ihre Heimat aus Licht. Höhere Bewusstheit entfaltet sich als reines Sein und vollständige Wachheit. Dieser Zustand wird mit dem Begriff "Erleuchtung" beschrieben.

Das Sahasrara Chakra und seine Zuordnungen.

  • Symbol = Tausendblättriger Lotus
  • Sitz = Scheitel
  • Farbe = Violett
  • Element = Einfühlung
  • Gottheit = Paramashiva
  • Mantra = OM oder Pranava
  • Hormone = Serotonin, Melatonin
  • Qualitäten = Spiritualität, universelles Bewusstsein, höchste Erkenntnis, Empfangen der göttlichen Gnade, Erleuchtung
  • Blockierende Ängste =Ängste alleingelassen zu sein, Angst die Identität und den freien Willen zu verlieren
  • Meridiane = Primär: Governeurgefäß (Lenkergefäß), Dienergefäß / Sekundär: Blase, Dünndarm
  • Unterstützende Edelsteine = Phenakit, Herkimer Diamant, Bergkristall
  • Unterstützende Aromen =Weihrauch, Rosenholz, Neroli
  • Unterstützende Räucherstoffe =Myrrhe, Weihrauch, Sandelholz
  • Unterstützende Nahrung = Sehr leichte, rein pflanzliche bzw. Vegane Kost, Obst, Quellwasser, grüner Tee, Saft
  • Yogaübungen = Sirsasana, Matsyendrasana, Umkehrhaltungen, Stilleübungen, Meditation

 

 

Berufsverband der Yoga Vidya Gesundheitsberater, Kursleiter und Therapeuten e.V. und Berufsverband für ganzheitliche Massagen

Mitglied im Berufsverband der Yoga Vidya Gesundheitsberater, Kursleiter und Therapeuten e.V. (BYVG) und im Berufsverband für ganzheitliche Massagen (BYVG)

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