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Pranayama Übung 8

Ujjayi

Die Ujjayi Atmung (उज्जयी ; siegreiche Atmung) wird hauptsächlich im Ashtanga Yoga praktiziert.

Eine Anleitung von Tara Fraser: "Setzen Sie sich in aufrechter Position bequem hin und atmen Sie einige Male normal durch. Dann atmen Sie durch den Mund ein und aus und machen beim Ausatmen ein langes >>hah<< Geräusch, als würden Sie einen Spiegel anhauchen wollen. Achten Sie darauf, wie dieses sich im Hals anfühlt. Schließen Sie den Mund, atmen Sie normal durch die Nase ein und versuchen Sie das >>hah<< Geräusch zu wiederholen, während Sie diesmal durch die Nase ausatmen. Dies sollte einen sanften Zischlaut ergeben, der dem Geräusch ähnelt, das Sie hören, wenn Sie eine Muschel ans Ohr halten, um das Meeresrauschen zu hören. Wiederholen Sie dies mehrmals. Danach versuchen Sie denselben Laut auch beim Einatmen zu erzeugen. Beim Einatmen ist er etwas höher im Hals spürbar als beim Ausatmen und besitzt eine etwas andere Tonqualität. Wiederholen Sie dies einige Atemzüge und kehren Sie dann entspannt zur normalen Atmung zurück.

Sobald Ihnen die Ujjayi Atmung vertrauter ist, achten Sie darauf, dass jeder Atemzug gleich lang ist und das Einatmen genauso lange dauert wie das Ausatmen (zählen Sie still mit), dass der Kiefer und die Zunge locker und entspannt sind und kein Druck, Keuchen oder Seufzen beim Atmen auftreten.

Anfangs kann es anstrengend sein, sich darauf zu konzentrieren, die Ujjayi Atmung beizubehalten und in dieser Art zu atmen. Mit regelmäßiger Übung automatisiert sich jedoch die Ujjayi Atmung, und es wird Ihnen leicht fallen, sie Ihre gesamte Yogapraxis beizubehalten."

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Pranayama Übung 7

Bhramari

"Sitze in Padmasana oder Siddhasana. Atme rasch durch beide Nasenlöcher ein und mache dabei das Geräusch von Bhramara, der Biene, und atme rasch mit einem Summton durch beide Nasenlöcher aus.

Du kannst den Vorgang fortführen bis der Körper schweißgebadet ist. Atme am Ende durch beide Nasenlöcher ein, halte den Atem an, solange Du bequem kannst. Atme dann durch beide Nasenlöcher langsam aus. Die Freude, die der Übende bei der Ausführung dieses Kumbhaka erhält, ist unbegrenzt und unbeschreiblich. Da die Blutzirkulation beschleunigt wird, steigt am Anfang die Körpertemperatur. Am Ende wird die Körperwärme durch Schwitzen wieder vermindert. Durch Erfolg in diesem Bhramari Kumbhaka erlangt der Yogaschüler Erfolg in Samadhi."

Quelle: "Die Wissenschaft des Pranayama" von Swami Sivananda

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Atem Meditation

Eine einfache Atemmeditation

Nehme eine angenehme Sitzhaltung ein und schließe die Augen. Bringe deine Aufmerksamkeit zu deinem Atem und folge ihm ohne ihn zu beeinflussen. Versuche nicht deinen Atem zu verändern, indem du z.B. besonders ruhig oder besonders tief atmest. Ziel ist es, irgendwann so auf den Atem fokussiert zu sein, dass du nichts anderes mehr wahrnimmst als den Atem. Wenn deine Gedanken abgleiten und sich deine Aufmerksamkeit vom Atem entfernt, bringe die Aufmerksamkeit einfach wieder zurück zum Atem ohne dies zu bewerten. Für den Anfang sind 5 Minuten täglich eine gute Zeit.

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Pranayama Übung 6

Kapalabhati

"Kapala" ist ein Sanskrit-Wort; es bedeutet Schädel. "Bhati" bedeutet scheinen. Der Ausdruck Kapalabhati bezeichnet eine Übung, die den Schädel zum Scheinen bringt. Diese Kriya reinigt den Schädel. Sie ist eine Shat-Karmas (sechs Reinigungsübungen im Hatha Yoga).

Sitze in Padmasana (Lotussitz). Halte die Hände auf den Knien. Schließe die Augen. Führe Puraka (Einatmen) und Rechaka (Ausatmen) schnell und kraftvoll aus. Bei dieser Übung beginnt man zu schwitzen. Diejenigen, die in Kapalabhati sehr erfahren sind, fällt Bhastrika (Blasebalg, Feueratem) sehr leicht. In diesem Pranayama gibt es kein Kumbhaka (Anhalten). Rechaka spielt die dominierende Rolle. Puraka ist sanft, langsam und lang (Dirgha). Rechaka sollte jedoch schnell und forciert ausgeführt werden, durch Kontraktion der Bauchmuskeln mit einem nach hinten gerichteten Schub. Entspanne während des Purakas Deine Bauchmuskeln. Der Kopf und Rumpf sollten aufgerichtet sein. Plötzliche Ausstöße des Atems folgen aufeinander wie in Bhastrika. Zu Beginn kannst Du mit einer Ausatmung pro Sekunde starten. Allmählich kannst Du dann zwei Ausatmungen pro Sekunde machen. Morgens mit einer Runde von 10 Ausatmungen starten. In der zweiten Woche eine Runde am Abend zusätzlich praktizieren. In der dritten Woche zwei Runden am Morgen und zwei Runden am Abend ausführen. Steigere Dich jede Woche allmählich und vorsichtig um jeweils 10 Ausatmungen pro Runde, bis Du 120 Ausatmungen pro Runde erreichst.

Die Übung reinigt das Atmungssystem und die nasalen Atemwege. Es beseitigt Verkrampfungen der Bronchien. Als Folge verschafft es Abhilfe bei Asthma und die Lungenspitzen werden gründlich mit Sauerstoff versorgt. Die Lungen werden beachtlich entwickelt. Kohlendioxid wird in großem Ausmaß vermindert. Unreinheiten des Blutes werden ausgesondert. Gewebe und Zellen absorbieren eine große Menge an Sauerstoff. Der Übende bleibt Gesund. Herz, Kreislauf und Atmung werden angeregt.

Quelle: "Die Wissenschaft des Pranayama" von Swami Sivananda

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Pranayama in der Bhagavad Gita

Apane juhvati pranam
pranepanam tathapare
Pranapanagatee ruddhva
pranayamaparayanah
(Bhagavad Gita, Kapitel IV-29)

"Andere opfern Prana (den nach außen gehenden Atem bzw. die nach oben fließende Energie) in das Apana (den nach innen kommenden Atem bzw. die nach unten fließende Energie) und das Apana in das Prana, indem sie den Fluß von Prana und Apana kontrollieren und so Pranayama praktizieren."

"Pranayama ist ein kostbares Yajna (Opfer). Einige praktizieren Puraka Pranayama (Einfüllen, Einatmung), andere praltizieren Rechaka Pranayama (Entleeren, Ausatmung). Einige beschäftigen sich mit der Übung von Pranayama namens Kumbhaka (Anhalten), indem sie das Einströmen der Luft in die entgegengesetzte Richtung verhindern."

Quelle: "Die Wissenschaft des Pranayama" von Swami Sivananda

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