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YOGAWORLD

Die Yoga World Stuttgart ist die Mitmachmesse für Yoga & Ayurveda. Zahlreiche Aussteller präsentieren auf der Stuttgarter Yoga World Messe ihre Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Yoga. Das Angebot umfasst dabei Yoga, Top-Yogis, Yoga-Schulen, Yoga-Lehrer, Yoga-Hilfsmittel, Yoga-Literatur, Mode, Ayurveda, Ayurveda-Kosmetik, Ayurveda-Massage, Ayurveda-Kuren, ayurvedische Küche, Reisen, Ernährung, alternative Heilmethoden, Thai Yoga Massagen, Stressmanagement, Naturmode, Entspannungsmusik und nachhaltige Lebensweise. Ein attraktives Rahmenprogramm mit Workshops rundet das Angebot der Yoga Messe Stuttgart ab.

Termin: 21.04.2017 - 23.04.2017

Veranstaltungsort: 70629 Stuttgart, Messepiazza 1

Website: https://www.messen.de/de/16803/stuttgart/yoga-world-stuttgart/info

 

inRelax, das Yoga & Shiatsu Studio in Espelkamp.
Im Alt-Kreis Minden-Lübbecke zwischen Rahden, Hille, Levern und Lübbecke gelegen.

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Mit Yoga im Moment sein

Bestimmte Situationen, ein Geruch oder ein Klang können ein Trauma triggern. Der traumatisierte Mensch wird von seiner Erinnerung überwältigt und befindet sich wieder mitten in der schmerzhaften Vergangenheit. Es ist der Körper, der nach einer schweren seelischen Verwundung in der Vergangenheit verhaftet bleiben kann.Der Neurobiologe Prof. Joachim Bauer bringt in seinem Buch «Das Gedächtnis des Körpers» viele Beispiele, wie körperliche oder seelische Gewalterfahrungen subkortikal abgespeichert werden.

Als traumatisch können Situationen bezeichnet werden, in denen wir uns als völlig überfordert und hilflos erleben. Das Angstzentrum des Organismus (Amygdala) schlägt Alarm und löst unser physisches «Notfallprogramm» aus – Fight-or-Flight (kämpfen oder flüchten). Können wir aber weder entkommen noch kämpfen, bleibt nur die Erstarrung bzw. der Totstellreflex (freeze). Diese lähmende Taubheit wird für traumatisierte Menschen von einem Notfallprogramm zum Lebensgefühl. Dieses drückt sich vor allem dadurch aus, dass sie sich nicht spüren.

Viele Traumaforscher wie Peter Levine, Onno van der Hart, Bessel van der Kolk, Ellert Niejenhuis betonen daher die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Traumatherapie, die Körper, Seele und Geist gleichermassen anspricht. Oder wie Regina Weiser mit ihrer langjährigen Erfahrung als Psychotherapeutin formuliert: «Reden alleine reicht nicht!» Ken Wilber geht in die gleiche Richtung, wenn er sagt: «Einige von uns haben ihren Verstand verloren, aber
die meisten von uns haben ihren Körper verloren.»

Anker in der Gegenwart
Dank Yoga können traumatisierte Menschen lernen, ihren Körper und Atem als Anker in der Gegenwart zu benutzen. Indem die traumatisierte Person sich beispielsweise über den Atem ganz bewusst zu zentrieren lernt, kann sie den sicheren Boden unter den Füssen im Hier und Jetzt wahrnehmen. Sie bekommt dadurch den Schlüssel der Wahlfreiheit in die Hand, um aus dem emotionalen Karussell auszusteigen und ihr Leben erfüllend zu gestalten. Denn wie Bessel van der Kolk die Langzeitfolgen von Traumen zusammenfasst: «Ein Trauma ist die Krankheit, nicht präsent sein zu können.»

Menschen reifen nicht trotz widriger Umstände, sondern mit und durch diese. Diesen Reifeprozess nennt man auch Resilienz (Widerstandskraft) oder in Bezug auf Trauma «posttraumatisches Wachstum». Angela Dunemann, die über 25 Jahre in einem Albert-Schweitzer- Kinderdorf mit traumatisierten Kindern arbeitet, hat die Erfahrung gemacht, dass Resilienz nicht einfach etwas ist, was man hat oder nicht hat, sondern etwas, das man lernen kann. So kommen Menschen oft in Krisensituationen zum Yoga und finden hier etliche Komponenten, die ihre Resilienz stärken. Oder wie Albert Camus es ausdrückt: «Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.»


In der yogatherapeutischen Arbeit mit traumatisierten Menschen wird die Essenz von Yoga aufs Neue deutlich. Es ist dieser Bewusstseinszustand der Gegenwärtigkeit, der es uns erlaubt, in Distanz zu unseren Gefühlen und Gedanken zu treten. Traumasensibles Yoga knüpft also direkt an die über
2000 Jahre alte Tradition von Yoga an, welche Patanjali in seinen Sutras beschreibt. Es sind keine besonderen Asanas, die Yoga traumasensibel erscheinen lassen, sondern die Art und Weise der Ausführung. Es ist die Achtsamkeit mit der Asanas, Atem- und Entspannungsübungen ausgeübt werden, welche die Wellen des Geistes zur Ruhe kommen lassen (Yoga citta vritti nirodhah).


Achtsamkeit in Bewegung
Traumasensibles Yoga ist Achtsamkeit in Bewegung. Joachim Pfahl, der bei der britischen Armee mit Kriegsrückkehrern arbeitet, bezeichnet die Selbstwahrnehmung als das mächtigste Werkzeug von Yoga schlechthin. Für traumatisierte Menschen geht es im Yoga darum zu erfahren, dass sie selbst dazu in der Lage sind zu spüren, was ihnen gut tut und wo ihre individuellen Grenzen sind.

Doch nicht immer erschließt sich die heilsame Kraft von Yoga sofort. Der Besuch von akrobatischen Yogaklassen, die auf Leistung, Wettkampf und Vergleich ausgerichtet sind, können für Menschen mit Trauma-Erfahrung zu einem eher frustrierenden Erlebnis werden. Das Gefühl der Betroffenen wird verstärkt, nicht in Ordnung zu sein und nicht mithalten zu können. Die Anregung, noch «tiefer» in eine Haltung zu gehen, verleitet vielleicht dazu, erneut die eigenen Grenzen zu überschreiten.

Traumatische Erfahrungen haben ein tiefes Gefühl von Unsicherheit ausgelöst, dass jederzeit wieder aufbrechen kann. Es ist, als würde man sich auf dünnem Eis bewegen. Alle, die selbst betroffen oder im näheren Kontakt mit traumatisierten Menschen stehen, kennen diese Ungewissheit, ob es hält. Der erfahrene Psychotherapeut Dietmar Mitzinger betont, wie wichtig in diesem Zusammenhang eine vertrauensvolle Beziehung und eine sichere Umgebung sind. Wie wichtig es ist, als Yogalehrer und/oder Therapeut, ein Verständnis für die Auswirkungen von Trauma zu haben, ebenso. Dann kann eine heilsame Erfahrung entstehen, in der Betroffene auch in schwierigen Augenblicken (z.B. wenn sie etwas triggert) lernen, anders als bisher mit sich umzugehen.

Quelle: Mit Yoga im Moment sein von Nadia Bischof & Angela Dunemann / Yoga - Das Magazin

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Im Alt-Kreis Minden-Lübbecke zwischen Rahden, Hille, Levern und Lübbecke gelegen.

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Die Zwerchfellatmung

Hier der Link zu einem lesenswerten Interview des Yogalehrer und Yoga-Trauma-Therapeuten Joachim Pfahl in der "Yoga aktuell". Das Thema ist das Zwerchfell und die Zwerchfellatmung. Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel und ein Schlüssel zu ausreichender Sauerstoffaufnahme und mehr Wohlbefinden.

Interview Joachim Pfahl

Bis dahin ...... stay inRelax.

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Patanjali's Yoga Sutras (Kapitel 1)

1. Kapitel (Theorie des Geistes)

  1. Nun wird Yoga erklärt.
  2. Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist.
  3. Dann ruht der Wahrnehmende (Sehende) in seinem wahren Wesen.
  4. In allen anderen Zuständen identifiziert sich der Wahrnehmende mit seinen Gedanken.
  5. Es gibt fünf Arten von Gedankenwellen. Einige davon sind schmerzhaft, andere nicht.
  6. Die fünf Arten von Gedankenwellen sind korrektes Wissen, Irrtum, Einbildung, Schlaf und Erinnerung.
  7. Direkte Wahrnehmung, Schlußfolgerung und Aussagen anderer führen zu rechtem Wissen.
  8. Irrtum ist getäuschtes Wissen und paßt nicht zur Natur der Sache.
  9. Einbildung entsteht aus einer Wortfolge ohne Bezug zur Wirklichkeit.
  10. Die Gedankenwelle ohne konkreten Geistesinhalt wird Schlaf genannt.
  11. Erinnerung ist das Behalten vergangener Erfahrungen.
  12. Übung und Nichtanhaften führen zur Ruhe des Geistes
  13. Übung ist stämdige Bemühung um diese.
  14. Die Übung bekommt ein festes Fundament, wenn sie lange Zeit ohne Unterbrechung und mit aufrichtiger Hingabe ausgeführt wird.
  15. Nichtanhaften ist der Bewußtseinszustand, in dem das Verlangen nach sichtbaren und unsichtbaren Objekten aufgehört hat.
  16. Der höchste Zustand des Nichtanhaftens entsteht durch Erkenntnis des Selbst und ist frei von Gier nach den Eigenschaften der Natur.
  17. Samprajnata Samadhi (Samadhi mit Erkenntnis) wird von Denken, Überlegen, Freude und reinem Ich-Gefühl begleitet.
  18. Asamprajnata Samadhi entsteht, wenn durch Übung alle geistigen Inhalte zur Ruhe gebracht wurden und nur unmanifestierte Eindrücke verbleiben.
  19. Asamprajnata Samadhi kommt von Geburt an zu denen, die früher Körperlosigkeit oder Verschmelzung mit Prakriti erlangt haben.
  20. Für andere kommt Asamprajnata Samadhi durch Glauben, Energie, Erinnerung und klares Bewußtsein.
  21. Den intensiv Strebenden ist Samadhi nahe
  22. Das Streben nach Befreiung kann mäßig, mittelmäßig oder intensiv sein.
  23. Erfolg (Befreiung) kommt auch durch Hingabe an Gott.
  24. Isvara ist ein besonderes Bewußtseinszentrum frei von Leid, Karma und Wünschen.
  25. In Ihm ist der Same der Höchsten Allwissenheit.
  26. Er ist der ursprüngliche Lehrer, unbegrenzt durch Zeit.
  27. Das Ihn offenbarende Wort ist OM.
  28. Ständige Wiederholung von OM mit Gefühl und Bewußtsein seiner Bedeutung führt zu Isvara bzw. Samadhi.
  29. Die Wiederholung von OM verhilft zu erleuchteter Innenschau und zum Verschwinden aller Hindernisse.
  30. Die Hindernisse für die Verwirklichung sind Krankheit, geistige Trägheit, Zweifel, Gleichgültigkeit, Faulheit, Verlangen nach Vergnügen, Täuschung, die Unfähigkeit zur Konzentration und Ruhelosigkeit des Geistes durch Ablenkung.
  31. Schmerz, Depression, Nervosität und unregelmäßige Atmung sind die Symtome eines zerstreuten Geistes.
  32. Zur Beseitigung dieser Hindernisse sollte man einen Aspekt der Wahrheit üben.
  33. Der Geist wird durch die Entwicklung von Freundlichkeit, Mitgefühl, Heiterkeit und Gleichmut gegenüber Vergnügen, Schmerz, Laster und Tugend klar.
  34. Dies wird auch durch das Ausstoßen und das Zurückhalten des Atems erreicht.
  35. Wenn die höheren Sinne aktiv werden, kommt Festigkeit des Geistes.
  36. Oder durch Vergegenwärtigung des leuchtenden Lichts jenseits allen Leidens.
  37. Oder durch Konzentration auf jemanden, dessen Geist den Bereich von Gier und Verhaftung transzendiert hat.
  38. Oder durch Meditation über Wissen aus Traum oder Tiefschlaf.
  39. Oder durch eine Meditationsart, die einem angenehm ist.
  40. Die Meisterschaft eines Yogi erstreckt sich vom kleinsten Atom bis zur höchsten Unendlichkeit.
  41. Sind die Gedanken zur Ruhe gekommen, wird der Geist transparent wie ein Kristall, der die Farbe des davorstehenden Objektes annimmt; verschmelzen der Wahrnehmende, das Wahrgenommene und die Wahrnehmung, so ist das die Versenkung.
  42. Die Versenkung, in der Worte, Bedeutung, Wissen und Vorstellung miteinander vermischt sind, wird Savitarka genannt.
  43. Im Nirvitarka-Zustand ist der Geist frei von Subjektivität, gereinigt von früheren Eindrücken und reflektiert so wahres Wissen.
  44. Durch dies ist auch Savichara, Nirvichara und das, was noch subtiler ist, erklärt.
  45. Der Zustand des Samadhi, der sich mit subtilen Objekten beschäftigt, erstreckt sich bis zum unmanifestirten Zustand.
  46. Alle diese sind jedoch nur Samadhi mit Samen.
  47. Durch das Erfahren und Verfeinern von Nirvichara Samadhi kommt innere Erleuchtung.
  48. Das Wissen, das in diesem Zustand erlangt wird, ist wahres Wissen.
  49. Wissen aus Zeugnis und Folgerung ist dem Wissen aus höheren Zuständen des Bewußtseins nicht gleich; denn es ist auf ein bestimmtes Objekt gerichtet.
  50. Die daraus entstandenen Eindrücke (Samskara) ersetzen alle anderen.
  51. Wird auch dieses zur Ruhe gebracht und so alles zur Ruhe gebracht, tritt man in den samenlosen Zustand des Samadhi.

 

Quelle: "Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute"

ISBN: 978-3-928632-81-2 Via Nova Verlag


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Im Alt-Kreis Minden-Lübbecke zwischen Rahden, Hille, Levern und Lübbecke gelegen.

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Patanjali's Yoga Sutras (Kapitel 2)

2. Kapitel (Spirituelle Praxis)

  1. Disziplin, Selbststudium und Hingabe an Gott bilden den Kriya Yoga.
  2. Es vermindert die Klesas (Leiden) und für zu Samadhi.
  3. Unwissenheit, Identifikation, Anziehung und Abneigung sowie Furcht vor dem Tod sind die Klesas (Schmerz verursachenden Leiden).
  4. Avidya ist die Ursache von allen darauf folgenden Klesas (Leiden), ob sie nun schlafend, schwach, überwunden oder voll wirksam sind.
  5. Durch Avidya hält man das Vergängliche, Unreine, Leidvolle, das Nicht-Selbst fälschlicherweise für das Ewige, Reine, Freudvolle, das Selbst.
  6. Asmita ist die Identifikation des Sehenden mit dem Instrument des Sehens.
  7. Räga (Mögen) ist das, was am Vergnügen haftet.
  8. Abneigung ist das, was am Schmerz haftet.
  9. Furcht vor dem Tod ist der fortgesetzte Wunsch zu leben, von dem sogar der Weise beherrscht wird.
  10. Die subtilen Formen der schmerztragenden Leiden können durch das Zurückführen auf ihren Ursprung vermieden werden.
  11. Die aktiven Formen der schmerztragenden Leiden können durch Meditation vermieden werden.
  12. Karma hat seine Wurzeln in den Klesas (Leiden) und wird in diesem und in zukünftigen Leben ausgearbeitet.
  13. Solange die Wurzeln verbleiben, wird das Karma in Form von verschiedenen sozialen Situationen, Lebensspannen und Erfahrungen reifen.
  14. Sie haben Vergnügen oder Schmerz als ihre Frucht, je nachdem, ob ihre Ursache Tugend oder Laster ist.
  15. Menschen mit Unterscheidungskraft erkennen, daß wegen der Vergänglichkeit, neuen Wünschen und Konflikten zwischen den Eigenschaften der Natur und den Gedanken alles leidhaft ist.
  16. Künftiges Leid sollte vermieden werden.
  17. Die zu vermeidende Ursache (des Leidens) ist die Identifikation des Sehers mit dem Gesehenen.
  18. Das Gesehene (das Universum), das aus den Eigenschaften der Natur, Sattva, Rajas und Tamas, besteht, wird erfahren durch die Wechselwirkung zwischen den Elementen und den Sinnesorganen. Es existiert zum Zweck der Erfahrungen und der Befreiung.
  19. Die Zustände der drei Gunas sind grob, fein, manifest und unmanifest.
  20. Der Sehende ist Bewußtsein an sich, und obwohl er rein ist, scheint er durch den Geist zu sehen.
  21. Das Gesehene ist für den Sehenden da.
  22. Die Prakriti wird für den, der sein Ziel erreicht hat, unwirklich.
  23. Der Zweck der Verbindung von Purusa und Prakriti ist, daß Purusa Bewußtsein der wahren Natur erlangt und die Kraft erkennt, die in ihm und in Praktriti liegen.
  24. Die Ursache dieser Verbindung ist Avidya, Unwissenheit.
  25. Durch das Überwinden der Unwissenheit verschwindet diese Verbindung von Purusa und Prakriti, und der Sehende erreicht die Befreiung.
  26. Das Mittel, Avidya zu überwinden, ist Kyhati (ungebrochenes Unterscheidungsvermögen).
  27. Erleuchtung wird in Sieben Stufen erreicht.
  28. Durch die Übung der verschiedenen Stufen des Yoga verschwinden die Unreinheiten, das Licht des Wissen erstrahlt, und es entsteht ununterbrochenes Unterscheidungsvermögen.
  29. Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi sind die acht Glieder.
  30. Die Yamas bestehen aus Nicht-Verletzen, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen, Enthaltsamkeit und Unbestechlichkeit.
  31. Diese Grundregeln sind nicht durch soziale Schicht, Ort, Zeit oder Umstände bedint. Sie gelten für alle Ebenen und bilden das große universelle Gelübde.
  32. Die Niyamas bestehen aus Reinheit, Zufriedenheit, Selbstzucht, Selbststudium und Selbsthingabe.
  33. Störende Gedanken können durch das Denken an ihr Gegenteil überwunden werden.
  34. Negative Gedanken und Emotionen wie Gewalttätigkeit, ob man sie selbst in die Tat umsetzt, andere tun läßt oder negatives Tun billigt oder geschehen läßt, ob durch Gier, Ärger oder Verblendung verursacht, ob mild, mittelmäßig oder stark, resultieren in endlosem Schmerz und Unwissenheit. Deshalb sollte man über das Gegenteil nachdenken.
  35. Wenn Nichtverletzen fest begründet ist, wird Feindschaft in der Gegenwart des Yogi aufgegeben.
  36. Wenn Wahrhaftigkeit fest begründet ist, erlangt man die Frucht der Handlung, ohne zu handel.
  37. Ist Nichtstehlen fest begründet, kommen alle Kostbarkeiten wie von selbst.
  38. Ist Brahmacarya (Enthaltsamkeit) fest begründet, erlangt man große Lebenskraft.
  39. Ist Aparigraha (Unbestechlichkeit) fest begründet, versteht man den Sinn des Lebens.
  40. Durch die Reinigung entsteht Ekel gegenüber dem eigenen Körper und eine Abneigung gegenüber physischem Kontakt mit anderen.
  41. Durch die Reinheit enstehen geistige Klarheit, heiteres Gemüt, Konzentrationsfähigkeit, Kontrolle der Sinne und Eignung für die Verwirklichung des Selbst.
  42. Aus Zufriedenheit gewinnt man unübertroffenes Glück.
  43. Durch Tapas werden Unreinheiten aufgelöst und Kräfte des Körpers und der Sinne herbeigeführt.
  44. Svadhyaya (Selbstudium) führt zur Verbindung zum persönlichen Gott.
  45. Isvara Pranidhana (Hingabe an Gott) führt zur Fähigkeit, Samadhi (Überbewußtsein) zu erreichen.
  46. Die Asana (Padmasana) soll fest und bequem sein.
  47. Die Stellung wird durch Loslassen von Spannungen und durch Meditation auf das Unendliche gemeistert.
  48. Durch diese, die Meisterung der Asanas, wird man frei von den Angriffen der Dvandvas (Gegensatzpaare).
  49. Die nächste Stufe ist Pranayama, die Beherrschung der Bewegung von Einatmung und Ausatmung.
  50. Pranayama ist Einatmung, Ausatmung und Anhalten des Atems, es wird durch Ort, Zeit und Dauer reguliert und fortschreitend verlängert und verfeinert.
  51. Die vierte Art des Pranayama (Kevala Kumbhaka)geht über den Bereich von Einatmung und Ausatmung hinaus.
  52. Dadurch (Kevala Kumbhaka)wird der Schleier, der das Licht verhüllt, entfernt.
  53. Dadurch wird der Verstand tauglich für Dharana.
  54. Wenn die Sinne nicht in Kontakt mit den Objekten treten und gleichsam in die Natur des Geistes eingehen, entsteht Pratyahara, Zurückziehen der Sinne.
  55. So entsteht die Meisterschaft der Sinne.

 

Quelle: "Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute"

ISBN: 978-3-928632-81-2 Via Nova Verlag


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